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Bücher 2008
eLearning-Didaktik von Rolf Arnold und Markus Lermen 2006 herausgegeben. Ich habe das Buch von Frank zum Geburtstag erhalten, obwohl ich mir gewünscht hatte, keine Geschenke zu bekommen. Nun bin ich froh, es zu besitzen. Es wird mir helfen, meine Hausarbeit zum zweiten Staatsexamen zu schreiben. Das Thema eLearning lässt mich einfach nicht los, wenn ich auch sehr wenig eLearning nutze und einsetze. Zumindest klassisches eLearning, wenn man bei diesem Medium schon von Klassik reden kann. Vollständig gelesen habe ich das vorliegende Buch noch nicht. Das werde ich aber sicher im Laufe der nächsten Wochen sporadisch weiter machen. Bisher hat mit Gabi Reinmann und Dieter Spanhel besonders geholfen. Zum Einen durch die Frage, ob eLearning überhaupt als pädagogische Innovation zu betrachten ist. Zum Anderen, die Überlegungen, wie eine Nachhaltigkeit des Lernens durch eLearning erfolgen kann. Die Frage der Nachhaltigkeit von Lernen stellt sich ja ständig. Ich denke da nur an meine vergessenen Inhalte zum Thema Grafcet. Vor den Ferien erarbeitet und nach den Ferien kaum noch verfügbar. Wie es da wohl meinen Schülern geht? Also versuche ich jetzt in der Hausarbeit zu ergründen, ob die Nachhaltigkeit durch den Einsatz elektronischer Medien gestärkt werden kann. Die hierzu notwendige Evaluation wird recht schwierig, denn wie weise ich Nachhaltigkeit nach? Wie vergleiche ich diese Nachhaltigkeit dann mit der Nachhaltigkeit nach anderen Methodischen Konzepten? Um weitere wertvolle Anregungen zu erhalten werde ich auch erneut in das Buch von de Witt Claudia, Czerwionka Thomas, Mediendidaktik, Bielefeld 2007, schauen. Dieses Buch wird mir Annika hoffentlich noch einmal leihen. In meiner ersten Staatsexamensarbeit hatte dieses Werk schon viele wertvolle Hinweise gegeben. Insbesondere Möglichkeiten der Evaluation sind darin miteinander verglichen. Sowohl „Mediendidaktik“ als auch eLearning-Didaktik zeichnen sich dadurch aus, dass die Wirkungen auf den Lernenden in den Mittelpunkt der gesammelten Fachartikel stehen. Es ist keine weitere, meines Erachtens nach unnütze Werbung für verschiedene Lernszenarien. Die Inhalte der Artikel sind übertragbar auf klassisches Lernen, e-learning Anwendungen und auch auf das, was ich unter e-gestützes Lernen anwende und hier ja auch untersuchen möchte. Als nächste Artikel werde ich sicher E-Tutoring und die Betreuung von Online-Communitys durcharbeiten. Dieses Lehren in virtuellen Kontexten kommt meiner Idee von Teilen des Unterrichts in der Berufsschule sehr nahe. Learning by distributing ,Learning by interacting, Learning by collaborating lauten die drei grundlegenden Schlagworte. Diese sind dem oben genannten Buch zum Thema Nachhaltigkeit entliehen. Danach werden dann die Erfahrungsberichte anderer Lehrender quer gelesen. Besonders interessant an der Zusammenstellung ist, dass die meisten beschriebenen Anwendungen sich auf die Lehreraus- und Fortbildung beziehen. Mal schauen, ob ich die Anwendungen (Schulungen) auch mal genießen darf.
Das Jahr 2008 begann aufregend und mit Stressgefühl. Nicht zuletzt die Geburt unserer zweiten Tochter hat dazu beigetragen. Es lag also nahe, ein einfaches Buch für die abendliche Lektüre zu wählen. Dazu lag hier ein Jugendbuch von Joan Bauer rum. „Unterwegs mit Mrs. Gladstone“. Große Schrift, einfache Formulierungen und einfache Story. Aber ich hatte trotzdem jeden Abend Spaß dabei, einen weiteren, meist kurzen Abschnitt zu lesen. Es geht um eine 16jährige Schülerin, die in Chikago lebt und sich einen Nebenverdienst als Schuhverkäuferin erarbeitet. Sie geht auf die letzte Geschäftsreise mit der Gründerin der großen Schuhkette. Muss sich mehrfach durchringen um neue Herausforderungen zu meistern, die dazu beitragen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Einfach und durchschaubar ist die Geschichte. Es gibt wenige Überraschungen aber auch nichts unglaubliches. Eine recht realistische Lebensabschnittsbeschreibung, in die sich so mancher Jugendliche wohl hineinversetzen kann. Und doch kann auch einiges gelernt werden. Die Themen Alkoholismus, Verantwortung, Mut und das Verhältnis zwischen junger und alter Generation werden verwendet. Jenna, die Protagonistin lernt sich selber besser kennen und bekommt ihr Leben ein wenig besser in den Griff. Sie bemerkt, dass sie was bewirken kann und das ein tolles Aussehen auch für eine Teenagerin nicht das Wichtigste im Leben ist. Meine Wertung: Nett und schnell zu lesen. Keine großartige und fesselnde Literatur, aber für die Jugendlichen durchaus hilfreich. Kein Problembuch aber doch in einigen Fällen sicherlich hilfreich.
Bastian Sick, Deutschlands Sprachpfleger mit Humor hat mich mit dem zufällig gefundenen Band “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod” getroffen. Durch die humorvolle Darstellung der Unterschiede deutscher Sprache, zum Beispiel durch Mundarten und Dialekte, macht Spaß. Hier macht endlich das Erlernen der neuen deutschen Rechtschreibung etwas Freude. Wenn ich auch gestehe, dass es mich mehr amüsiert, wenn der Duden als Fachliteratur Teilweise Vorschläge zur Schreibweise macht, die nicht durch die Rechtschreibreform abgedeckt werden. Ich bin mir jedoch sicher, dass es weiterhin eine lebendige Sprache gibt, die sich über die Reform, Duden, E-Mails und sms genauso weiterentwickelt wie über klassische Bücher, Zeitungen oder das gesprochene Wort. Was mich auch nach dem Genuss dieses Buches passiert ist, dass ich mich über “meine” Zeitung häufig ärgere. Die Einsparungen am Lektor, weil das ja auch ein Computer können könnte, führen zu Schreibfehlern, abgebrochenen Sätzen und unmöglichen Formulierungen. Mal sehen, wann ich auch so schreibe. Und was bringt das Buch noch? Einige lange Listen, die uns sagen wollen, welche Wörter es jetzt anders geschrieben gibt. Hier schlägt das fachliche an dem Buch durch. Und ganz ehrlich ist dies das Einzige, was mich am Buch stört.
“Der Termin - Ein Roman über Projektmanagement” von Marcus Ostermann ist nett zu lesen und kann auch einige interessante Ansichten zum “richtigen” managen von Projekten zeigen. Wichtige Punkte, die man immer wieder selber erleben kann sind aufgeführt. Sei es das Bedürfnis, möglichst viele Personen in einem wichtigen Projekt gleichzeitig einzusetzen, wobei die sich dann gegenseitig im Wege stehen. Oder auch nur die alte Erkenntnis, dass eine vernünftige und Fehlerfreie Planung und Konzeptionierung deutlich Zeit und Geld bei der Realisierung spart. Die ironische Art der Beschreibungen bei gleichzeitig großer Ernsthaftigkeit der Beschreibung von Problemen eines Managers hat mir das Buch als tägliche kurzweilige Abendlecktüre näher gebracht. Auch müde im Bett konnte ich doch nicht davon ablassen, noch einige Problemlösungen zu lesen. Schön, dass mir Frank diesen Roman geliehen hat, den ich bei Antje schon mal angelesen hatte. Frank hatte ihn nicht zuende gelesen. Vielleicht, weil er jetzt ständig Projektmanagement zu leisten hat und die Realität doch anders ist. Für mich zeigt dieser Roman, dass man Fachthemen auch mal anders, amüsant und kurzweilg aufbereiten kann, ohne die ernsthafte Befassung mit dem Thema zu vernachlässigen. Und ich sehe einige Probleme bei eigenen Projekten, die ich lösen muss - oder sollte?
“Von nix kommt nix” von Vera F. Birkenbihl habe ich zwar nicht gelesen. Ich weiß noch nicht einmal, ob es das als Buch gibt. Ich sah nur gerade die DVD mit ihrem Vortrag. Es geht um Lerntechniken und die Überwindung des persönlichen innernen Schweinehundes. Anregungen zum Lernen kann ich gebrauchen. Als Lehrer hoffe ich, dass ich meinen Schülern mehr beibrigen kann, wie man ernt, als was man lernen sollte. Dazu muss ich aber auch selber am Ball bleiben und die “Zeitverschwendung” der Werbepausen beim TV glotzen kann ich schließlich nutzen. Die ABC Listen, bei denen ich eigentlich nur aufschreibe, was ich schon weiß, befördern viel Wissen aus meinem Unterbewusstsein in das Bewusstsein. Etwas Fleiß hilft. Was ich aber länger vernachlässigt habe ist das konsequente Schreiben über meine Ausbildung. Die fehlende Reflexion und das zum Schreiben notwendige Umformulieren haben den Lernerfolg etwas geschmählert. Das hole ich gerade, neben den Tagesthemen und dem Scheibenwischer nach.
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