|
Was soll ich zur Bildung sagen?
Adorno oder Humboldt? Mein Favorit für Unterricht ist eher Klafki. Eine deutlicheres Bild oder auch sehr verworrenes Bild von meiner Art, mit Bildung als Prozess umzugehen findet sich in meinem Blog zu Lehrer-werden.
17.06.06: Was machen wir eigentlich mit den Kindern, bevor sie in die Schule kommen? Gibt es gute Leitfäden für Eltern, Erzieher, Tagesmütter, die Aussagen teerten, was ein Kind eigentlich lernen sollte um sich gut zu entwickeln? Bei der Kinderärztlichen Untersuchung gibt es Checklisten für die körperliche Entwicklung. Gibt es so etwas für die geistige Entwicklung auch? Ich würde mich freuen, sonst müsste ich das wohl mal erarbeiten. Das wird aber sehr schwer, nehme ich an. “Früher” war das für junge Eltern einfachen. Da gab es in der Grossfamilie die Mütter, Väter und Grosseltern der jungen Eltern. Hier flossen die Lebenserfahrungen mit der Kindererziehung direkt mit ein. Was passiert denn heute (oft)? Die jungen Eltern sind, wie früher auch, halt noch selber fast Kinder, aber sie leben alleine, lassen sich nicht reinreden und probieren halt aus, was das beste ist. Ist das Probieren erlaubt? Darf ich so zum Beispiel Auto fahren lernen? Reinsetzen, losfahren und aus Fehlern lernen, statt die Fahrschule zu besuchen? Wie viele Eltern fühlen sich dabei überfordert? Sie meinen es immer gut, aber wenn sie es nicht gut machen, hat dann das Kind noch eine weitere Chance, Fehler der Eltern zu verarbeiten? Sehe ich das zu kritisch? Ich hoffe es. Manchmal denke ich, ein Kinderführerschein wäre nicht verkehrt.
29.04.06: Der Hermeneutische Zirkel ist was tolles. Vor einigen Monaten habe ich noch nicht einmal gewusst, was das eigentlich ist. Dann hat Prof. Woll es uns erklärt und ich dachte noch, was für eine schöne theoretische Vorstellung. Aber was soll das? Heute wiederhole ich, es gibt Ihn. Und, Er macht Spass. Ich denke, ich habe derzeit zu viele Vorlesungen gleichzeitig, aber dadurch überschneiden sich so viele Themen, dass sich der Zirkel immer wieder einstellt.
Ein Beispiel: Die verschiedenen pädagogischen Interessenlagen werden uns vorgetragen und wir sollen diese dann in die reale Welt tragen. Hier sind dann Gestaltungsorientierung, interkulturelle Bildung und Arbeitsorientierte Pädagogik die mir bekannt gewordenen aktuellen Ziele, die in die allgemeine Bildung einfliessen sollten. Interessanterweise findet die Verknüpfung dann im Kopf des Studenten statt. Denn wenn wir uns diese auf den ersten Blick verschiedenen Ansätze ansehen, dann gibt es so viele Übereinstimmungen und, wie ich finde, Selbstverständlichkeiten, dass ich mich frage: Welcher Lehrer wendet Teile daraus nicht an? Ist es denn nicht schon Teil der allgemeinen Bildung, dass ich meine Lernumgebung selber mit gestalte, das ich ein Leben in einer heterogene Gesellschaft lebe und dass die Schule auch eine Vorbereitung auf die gesellschaftliche, meist berufliche, Verantwortung ist? Leider nein, zumindest wenn ich die Anmerkung einiger Kommilitonen betrachte. Denken denn wirklich so viele Lehrer und angehende Lehrer in Kategorien wie monodisziplinären Unterrichtsfächern. Doch dann sitze ich mit Jürgen beim Essen und ich bekomme neue Hoffnung. Mit seiner Art und Überzeugungskraft wird er nicht nur Schüler begeistern sondern auch noch einige Lehrer auf das wesentliche in ihrem wundervollen Job stossen. Obwohl.... gestern, nein es ist nach 0:00 Uhr, also vorgestern haben wir ein Referat hören dürfen müssen, von einem angehenden Lehrer.. Ich hoffe, die Prüfungen zum Staatsexamen sind ernst gemeint und verhindern auch mal was.
|